Unsere Lieblingspflanzen

Gewürzfenchel

Mein Favorit für vieles: Für alle, die sein Aroma mögen: Als Küchenkraut sehr früh im Jahr, meist ab Februar zu ernten. Verwenden kann man es anstelle von Petersilie als Vitamingeber über gekochte Gemüse wie Kohlrabi, Blumenkohl, in grünen oder in gekochten wie Kartoffel,- Nudel- oder Reissalaten, in Eiergerichten ebenso wie auf Butterbroten.

Seine imposante Gestalt (bis zu 2 m) bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten: als Solitärpflanze oder hohe Sommerhecke zur Abgrenzung von Gartenbereichen wie Kinderspielecke, Sichtschutz gegenüber Nachbarn, im Hintergrund von Staudenbeeten oder als imposante ‚Wildpflanze’ in Unkrautwiesen. Ein wundervoller Anblick während der gelben Doldenblüte ab Juli die umschwirrenden Insekten. Jeder Blumenstrauß und Blumenkranz gelingt mit einigen gelben Blüten- sowie Samendolden: sie bringen Gestalt, Lockerung und Fülle. Nicht zu vergessen die Samenernte im Herbst für die Küche und den Tee.

Was seine Standortansprüche betrifft, ist es wichtig zu wissen: als Wildpflanze des Südens benötigt er durchlässigen, aber nährstoffreichen Boden. In sehr schweren Böden mit Winterstaunässe kann er eingehen, aber er sät sich in der Regel zuverlässig aus.

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Bärlauch

Weit verbreitet in heimischen Wäldern wächst er im Garten ebenso gut. Ideal für halbschattige/schattige Ecken, wo er ausreichend Platz zum Verwildern benötigt. Wenn man sich seine Standortbedingungen bewusst macht, wird man ein geeignetes Plätzchen für ihn im Garten finden. Gerne unter laubabwerfenden Bäumen oder Sträuchern, die ihm im Frühjahr, wenn er erscheint, ausreichend Licht bieten. Nach dem Einziehen im Juni dürfen seine Zwiebeln nicht austrocknen. Man sollte ihn wie im Wald unter einer Laubdecke ruhen lassen, ein Vorteil, weil sich dann auch das Unkrauthacken erübrigt. Die Samen sind Frostkeimer, und es heißt mit Geduld abzuwarten, bis diese nach 4-5 Jahren ausgewachsen sind. Wer wünscht sich nicht große Flächen Bärlauch, um in der kurzen Zeit seines Erscheinens darin schwelgen zu können. Das feine Knoblaucharoma passt an fast alle Gerichte, zu Gemüse wie an Kartoffel und an Fleischgerichte. Auch Konservieren können Sie ihn leicht: als Pesto, zur Aromatisierung von Öl und Essig oder gehackt eingefroren. Nicht zu verachten: seine gesundheitlichen Vorteile als Heilpflanze zur Blutreinigung und Blutdrucksenkung.

Für Topf- und Balkongärtner ist der Bärlauch nichts. Aufgrund seiner kurzen Ernteperiode und der Frostempfindlichkeit der Zwiebeln eignet sich Bärlauch nicht für Töpfe.

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Waldmeister

Ein Partner des Bärlauchs ist der Waldmeister. Auch dieser verlangt ebenso waldähnliche, humose Bedingungen. Bekannt ist, wie er duftet: nach (grünem)Wackelpudding, Brause für die Kinder, den Erwachsenen ist er bekannt in der Weinbowle. Sein Duft intensiviert sich, wenn er getrocknet wird. Beim Schnuppern entspannt man sofort, er soll Schwermut und Melancholie vertreiben, weswegen er in Schlafkissen verwendet werden kann. Sein Duft erinnert an Heuwiesen, was an dem Inhaltsstoff, dem Cumarin liegt, welches in beiden enthalten ist. Ein Strauß am Fenster soll Mücken und Fliegen fernhalten. Waldmeister für die Bowle nur vor der Blüte ernten, anwelken lassen und für ½-1 Stunde in den Wein hängen. Ebenso kann man Saft, Gelee oder Süßspeisen aromatisieren. Waldmeister ist ein wundervoller, duftender Bodendecker für halbschattige Standorte und bei günstigen Standortbedingungen ist er sehr ausbreitungsfreudig. Aufkeimende Samenunkräuter kann er früh unterdrücken. Gerade im ausgehenden Winter stärkt sein Duft unsere Lebenskräfte und erfreut unser Auge mit frischem Grün.

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Nachtviole

Kein Kraut, sondern eine Blütenpflanze: die Nachtviole ist leider immer noch zu wenig verbreitet. Frühblühend ab Mai erscheinen ihre phloxähnlichen Blüten in violett oder weiß. Attraktiv in jedem Staudenbeet ist sie noch mehr als eine Zierpflanze, man erkennt es an ihrem Namen. Ihre Blüten duften, tags nur schwach, aber in den Nacht- und Morgenstunden besonders intensiv. Damit erfreut sie viele Nachfalter, die wiederum Futter für Fledermäuse sind. Mit ihrer Höhe um die 80 cm eignet sie sich auch als Solitärpflanze, weil sie schnell durch ausreichende Aussaat einen größeren Bestand bilden kann. Wer möchte da nicht Abends noch einmal in den Garten gehen und den Violenduft schnuppern. Die Blüte reicht bis in den Sommer hinein, vorausgesetzt, dass der Standort nicht zu trocken und mager ist. Sie verträgt auch Halbschatten. Lassen Sie nach der Blüte die Samen zur Vermehrung ausreifen, aber schneiden Sie ihre Pflanzen im Spätherbst zurück. So kommen sie leichter im folgenden Jahr wieder, denn die Nachtviole ist ein 2-jährige, die nach ihrer Blüte absterben kann. So gewinnen Sie Blühpflanzen für’s kommende Jahr, weil die Jungpflanzen erst ihre Blattrosette entwickeln müssen, bevor sie im nächsten oder übernächsten Jahr blühen.

Zu guter Letzt: die Blüte im ausgehenden Frühjahr ist besonders für frühe Insekten als Nahrungungsquelle wichtig und für unsere Sinne eine willkommene Anregung.

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